Leitbild
Unsere sozialpädagogische Arbeit ist konsequent individuell und familienorientiert ausgerichtet. Wir betrachten Problemlagen nicht isoliert, sondern im Kontext der jeweiligen Lebenswelt, familiären Dynamiken und sozialen Rahmenbedingungen.
Ziel ist es, gemeinsam mit den Familien tragfähige Perspektiven zu entwickeln, Ressourcen zu aktivieren und nachhaltige Veränderungsprozesse anzustoßen. Dabei arbeiten wir beziehungsorientiert, respektvoll und auf Augenhöhe.
Kultursensible Ausrichtung
Ein besonderes Merkmal unseres Trägers ist die kultursensible Ausrichtung unserer Arbeit. Unser multiprofessionelles, mehrsprachiges Team verfügt über vielfältige kulturelle Hintergründe und Herkunftssprachen. Diese Diversität verstehen wir als fachliche Ressource, die den Zugang zu Familien erleichtert und differenzierte Perspektiven auf Erziehungs-, Gewalt- und Suchtthematiken ermöglicht. Kulturelle Prägungen, Werte und Sprachkompetenzen werden bewusst in die Beratung und Begleitung einbezogen, ohne dabei stereotype Zuschreibungen vorzunehmen.
Kultursensibilität bedeutet für uns eine reflektierte, offene und diskriminierungskritische Haltung, die Vielfalt anerkennt und respektiert. Als freier Träger verstehen wir uns als lernende Organisation. Wir reflektieren kontinuierlich unsere fachlichen Haltungen, Methoden und Qualitätsstandards und entwickeln diese fortlaufend weiter. Dies betrifft insbesondere unser Verständnis von Gewalt, Sucht, Kinderschutz und wirksamer sozialpädagogischer Intervention. Fachliche Qualität sichern wir durch regelmäßige Reflexion, kollegialen Austausch sowie eine transparente und verantwortungsvolle Arbeitsweise.
Unsere Arbeit ist geprägt von fachlicher Integrität, Professionalität und dem Anspruch, Unterstützung wirksam, wertschätzend und würdevoll zu gestalten. Wir sehen uns als verlässliche Partner*innen für Familien, öffentliche Träger, Kooperationsnetzwerke und leisten einen Beitrag zu einer solidarischen, inklusiven und gerechten Gesellschaft. Unser Menschenbild ist geprägt von Respekt für die Individualität jedes Menschen im Hinblick auf Geschlecht, kulturelle Zugehörigkeit, Religion und soziale Herkunft. Wir fördern und sichern die Qualität und Professionalität unserer Arbeit, sind hierarchiearm und transparent nach innen und außen. Wir überprüfen regelmäßig unser Angebot, Qualitätsstandards, Gewalt- und Suchtverständnis und passen diese an.
Sicherstellung des Schutzauftrags
Umsetzung gemäß §§ 8a und 72a SGB VIII
Die YOL BERLIN gGmbH gewährleistet die Umsetzung des gesetzlichen Schutzauftrags bei Anhaltspunkten für eine Gefährdung des Kindeswohls gemäß § 8a SGB VIII auf Grundlage des einrichtungsspezifischen Schutzkonzepts. Dieses ist verbindlicher Bestandteil der vorliegenden Konzeption und als Anlage beigefügt.
Ausschlusskriterien gemäß § 72a SGB VIII
Entsprechend § 72a SGB VIII stellt YOL BERLIN gGmbH sicher, dass keine Personen beschäftigt oder ehrenamtlich eingesetzt werden, die rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuchs (StGB) verurteilt worden sind.
Diese Vorschriften betreffen insbesondere Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, gegen die persönliche Freiheit, gegen Schutzbefohlene sowie Delikte im Zusammenhang mit Menschenhandel und Ausbeutung.
Erweitertes Führungszeugnis-Intervall
Zur Sicherstellung dieser Vorgabe wird vor Aufnahme der Tätigkeit sowie in regelmäßigen Abständen von höchstens drei Jahren ein erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30a Bundeszentralregistergesetz (BZRG) vorgelegt. Zum Zeitpunkt der Einsichtnahme darf das Führungszeugnis nicht älter als drei Monate sein.
Die YOL BERLIN gGmbH verfügt über ein umfassendes trägerinternes Kinderschutzkonzept, das diesem Gesamtkonzept als Anlage beigefügt ist.